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Mehrere Anzeichen deuten auf einen positiven Ausblick für Schwellenländer im Jahr 2026 hin
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Insight-Artikel
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Februar 04, 2026
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Februar 04, 2026
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Mehrere Anzeichen deuten auf einen positiven Ausblick für Schwellenländer im Jahr 2026 hin |
Im vierten Quartal schlossen Anleihen der Schwellenländer (EM) ein Jahr mit außergewöhnlich starker Performance und positiven Renditen sowohl in Hart- als auch in Lokalwährung ab. Die Schwellenländeranleihen wurden von einem schwächeren US-Dollar, einer Lockerung der Geldpolitik vieler Zentralbanken der Schwellenländer, einer Verengung der Kreditaufschläge sowie einer anhaltenden Nachfrage der Anleger nach Vermögenswerten abseits des US-Dollars unterstützt.
Vorausblickend treiben mehrere Faktoren unseren konstruktiven Ausblick für Schwellenländeranleihen im Jahr 2026 voran: Eine robuste Nachfrage der Anleger nach Vermögenswerten abseits des US-Dollars, Realrenditen, die unvermindert diejenigen der Industrieländer übertreffen, ein anhaltend günstiges Inflationsumfeld in den meisten dieser Länder und starke Fundamentaldaten in ausgewählten Schwellenländern.
Ein starker Abschluss des Jahres 2025
Abbildung 1 bietet Aufschluss über die beträchtlichen Renditebeiträge für Lokalwährungsanleihen im vierten Quartal aus Devisen und Zinsen. Der Sektor der Hartwährungsanleihen profitierte von engeren Spreads und Zuwächsen bei US-Staatsanleihen. Geringere Inflationserwartungen trugen zu niedrigeren Zinsen bei. Gemischte, aber im Großen und Ganzen sich verbessernde Fundamentaldaten trieben sowohl die Spreadverengung als auch die Währungsaufwertung voran, unterstützt durch den Rückenwind eines schwächeren US-Dollars.
Entwicklungen im vierten Quartal
Die globalen Anleihemärkte profitierten von dem breiten Trend zu niedrigeren Leitzinsen. Die US-Notenbank senkte ihren Leitzins zweimal um 25 Basispunkte (Bp.), und neun andere Zentralbanken lockerten ihre Zinspolitik ebenfalls. (Die Bank of Japan bildete die einzige Ausnahme.)
Die Verbesserung der Anlegerstimmung gegenüber nicht auf den US-Dollar lautenden Vermögenswerten half, Zuflüsse von 13,2 Mrd. USD in die Anlageklasse zu generieren – 6,4 Mrd. USD für das Segment der Hartwährungsanleihen und 6,8 Mrd. USD für Lokalwährungsanleihen.
Auf makroökonomischer Ebene vereinbarten die USA und China im November ein aktualisiertes Handelsabkommen, wobei beide Seiten Zugeständnisse machten, die im November 2026 auslaufen sollen. Die globale strategische und wirtschaftliche Neuausrichtung setzte sich auch in mehreren anderen Bereichen fort: Indien strebte Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union, Neuseeland, Chile und Oman an, und auch auf dem G20-Gipfel in Johannesburg, dem APEC-Gipfel in Korea und dem Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union in Angola stand der Handel im Mittelpunkt.
Andernorts genehmigte die EU ein Hilfspaket in Höhe von 90 Mrd. EUR für die Ukraine. Während der Waffenstillstand zwischen Israel und Hamas hielt, beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig, ihn gebrochen zu haben. Die politische Partei des argentinischen Präsidenten Javier Milei – ein stark Verbündeter von Präsident Trump – gewann bei den Zwischenwahlen einen entscheidenden Sieg, was zu einer kurzfristigen Rally im Peso führte.
Ausblick für 2026
Da wir uns ungebrochen auf die Fundamentaldaten einzelner Länder und politische Maßnahmen konzentrieren, sind wir davon überzeugt, dass unsere Strategien gut positioniert sind, um Wertpotenzial zu entdecken und von den Faktoren zu profitieren, welche die Märkte derzeit dominieren.