Global Equity Observer
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Aug 2018
Es geht um die Erträge – die langfristigen Erträge
 

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Es geht um die Erträge – die langfristigen Erträge

Es geht um die Erträge – die langfristigen Erträge

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Aug 2018

 
 

Der Markt ist auf kurzfristige Erträge fixiert – und damit leider auf die falschen. In diesem Artikel möchten wir keineswegs das bizarre vierteljährliche Ritual verteidigen, bei dem sogar die Aktienkurse von großen und stabilen Unternehmen stark schwanken – aufgrund der häufig gleichermaßen inakkuraten 3-Monats-Prognosen von Händlern und Managern, die in den vergangenen 90 Tagen durchgeführt wurden. Dieser Artikel ist vielmehr ein Versuch, den Schwerpunkt auf die längerfristigen Erträge zu legen und in Erinnerung zu rufen, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten durchzuhalten, um eine langfristige Kapitalvermehrung zu erreichen. Da die wirtschaftliche Expansion und die damit verbundene Hausse inzwischen doch etwas in die Jahre gekommen sind, sollten wir uns dringend mit den Folgen eines potenziellen Abschwungs beschäftigen.

 
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... wir müssen uns auf die längerfristigen Erträge konzentrieren ... und dürfen nicht vergessen, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten durchzuhalten, um eine langfristige Kapitalvermehrung zu erreichen.
 

Die gute Nachricht ist, dass sich die Erträge1 des MSCI World Index seit dem Tiefstand Anfang 2009 verdoppelt haben. Die schlechte Nachricht ist, dass die Erträge nur 20% über dem Höchststand liegen, der im Jahr 2007 vor der Finanzkrise erreicht wurde, denn während der 18-monatigen Talfahrt gaben diese um 40% nach. Das bedeutet, dass sich die globalen Erträge in den letzten elf Jahren pro Jahr um weniger als 2% vermehrt haben. Wenn man die Dividenden hinzunimmt, war die Gesamtverzinsung des Marktes über den Zeitraum ungefähr eines Jahrzehnts mit 4% bis 5% recht miserabel.

Vier der zehn GIC-Sektoren schnitten seit 2007 deutlich besser ab als der Markt: Informationstechnologie, Gesundheitswesen, zyklische Konsumgüter und Basiskonsumgüter. 2Das Ertragswachstum lag in diesen Sektoren in den letzten elf Jahren (Abbildung 1) auch deutlich über dem Markt. Die Sektoren Gesundheitswesen (Gewinn je Aktie [EPS] +94% seit 2007) und Basiskonsumgüter (EPS: +61%) haben den „Weg der Kapitalvermehrung“ beschritten. So blieb das Ertragswachstum auf dem Weg nach oben zwar etwas hinter dem Markt zurück. Während dem Abschwung, als die Erträge auf den Markt um 40% nachgaben, veränderten sich die Erträge in diesen Sektoren jedoch praktisch nicht (jeweils ein Rückgang von 1% und 2%) und lagen im Zyklus damit deutlich vorne. Zyklische Konsumgüter (EPS: +77%) schlugen den Markt auf andere Weise. Dieser Sektor schnitt während des Abschwungs (EPS: -66 %) am schlechtesten ab, gefolgt von einem massiven zyklischen Aufschwung (EPS: +414 % seit 2009). Da die Erholung nun fast seit zehn Jahren anhält, sollte man sich darüber Gedanken machen, wie sich der nächste Abschwung auf die Erträge in den Sektoren auswirken könnte.

 
Abbildung 1 - Die Sektoren Informationstechnologie, Gesundheitswesen, zyklische Konsumgüter und Basiskonsumgüter haben seit 2007 deutlich besser als der Markt abgeschnitten
 
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Quelle: FactSet, 31. Juli 2018.


 
 

Informationstechnologie (EPS: +152% seit 2007) führte die Erträge an. Die überdurchschnittliche Wertentwicklung des Sektors wurde nicht wie in den späten 1990er Jahren von einer Bewertungsblase angetrieben, sondern von seinem Ertragswachstum. Ab sofort kommt es entscheidend darauf an, wie nachhaltig diese Ertragsentwicklung sein wird. Insgesamt gaben die Erträge in dem Sektor im Zuge der Krise um 35% nach und bewegten sich damit etwa im Einklang mit dem Markt. Die drei Sub-Sektoren innerhalb der IT-Branche ergeben jedoch ein äußerst unterschiedliches Bild (Abbildung 2). Der Sub-Sektor Hardware und Equipment verzeichnete mit einem Minus von 41% ähnliche Einbußen wie der Markt. In der Halbleiterindustrie schwanden die Erträge (-102%). Dagegen gingen die Erträge bei Software und Dienstleistungen in den 18 Krisenmonaten um 2% HOCH. Zweifellos werden die Erfahrungen je nach Unternehmen schwanken, in der Vergangenheit hat sich der Sub-Sektor Software und Dienstleistungen jedoch als relativ defensiv erwiesen – selbst wenn man außer Acht lässt, dass die wiederkehrenden Einnahmen durch den jüngsten Anstieg des Cloud-Geschäfts die defensive Ausrichtung des Sektors noch verstärkt hat.

 

 
ABBILDUNG 2 - In der Vergangenheit hat sich der Sub-Sektor Software und Dienstleistungen als relativ defensiv erwiesen
 
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Quelle: FactSet, 31. Juli 2018.


 
 

Eines ist sicher: Der nächste Abschwung wird anders sein als der letzte. Unsere Portfolios investieren in Unternehmen, nicht in Sektoren. Mehr als 75%3 unserer globalen Portfolios sind in den zwei defensivsten Sektoren (Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen) oder im defensiven Sub-Sektor innerhalb von Informationstechnologie (Software und Dienstleistungen) investiert. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass die Erträge des Portfolios besser abschneiden dürften als die Erträge des Gesamtmarkts. Während der globalen Finanzkrise zwischen 2007 und 2009 stiegen die Erträge innerhalb des Portfolios unserer globalen Kernstrategie sogar an. Anstatt also alles stehen und liegen zu lassen, sollten wir uns darauf konzentrieren, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Dies erreichen wir unseres Erachtens am besten, wenn wir in gut geführte Qualitätsunternehmen investieren, die hohe und nachhaltige Renditen auf das Betriebskapital erwirtschaften.

 
william.lock
 
Head of International Equity Team
 
bruno.paulson
 
Managing Director
 
dirk.hoffmannbecking
 
Executive Director
 
 

1 In diesem Artikel verwenden wir durchweg die Gewinnprognosen für die nächsten zwölf Monate. Quelle: FactSet, 31. Juli 2018.

2 Der Immobiliensektor wurde nicht bei der Analyse berücksichtigt, da dieser erst kürzlich als Sub-Sektor aufgenommen wurde und folglich keine ausreichenden Vergangenheitswerte zur Verfügung stehen. Auch Industriewerte schnitten geringfügig besser ab als der Markt.

3 Stand: 31. Juli 2018.

 

RISIKOHINWEISE

Es besteht keine Garantie, dass ein Portfolio sein Anlageziel erreichen wird. Portfolios sind Marktrisiken ausgesetzt, d. h. es besteht die Möglichkeit, dass der Marktwert der Wertpapiere im Portfolio zurückgeht. Anleger können deshalb durch die Anlage in diese Strategie Verluste verzeichnen. Sie sollten beachten, dass diese Strategie gewissen zusätzlichen Risiken ausgesetzt ist. Veränderungen der globalen Konjunktur, der Verbraucherausgaben, des Wettbewerbs, der demografischen Entwicklung, der Verbraucherpräferenzen, der gesetzlichen Regelungen und der Wirtschaftsbedingungen können sich auf globale Franchise-Unternehmen negativ auswirken und die Strategie stärker belasten als bei einer Investition der Strategie in eine größere Vielfalt von Unternehmen. Aktienkurse reagieren im Allgemeinen auch auf unternehmensspezifische Aktivitäten. Anlagen in ausländischen Märkten sind mit besonderen Risiken verbunden. Dazu zählen politische und wirtschaftliche Risiken sowie Währungs- und Marktrisiken. Die Aktien kleiner Unternehmen weisen besondere Risiken wie begrenzte Produktlinien, Märkte und Finanzressourcen auf. Darüber hinaus sind sie einer stärkeren Marktvolatilität ausgesetzt als die Wertpapiere größerer, etablierter Unternehmen. Die Risiken einer Anlage in Schwellenländer übersteigen jene Risiken, die mit Investitionen in ausländischen Industrieländern einhergehen. Nicht diversifizierte Portfolios investieren oftmals in eine beschränkte Anzahl von Emittenten. Aus diesem Grund können Veränderungen der finanziellen Situation und des Marktwerts einzelner Emittenten zu einer höheren Volatilität führen. Overwriting-Strategie: Der Verkauf von Call-Optionen ist mit dem Risiko verbunden, dass bei Ausübung der Basiswert zu einem ungünstigen Kurs oder unter dem Marktpreis verkauft werden muss oder entsprechende Barmittel aufzuwenden sind. Durch den Verkauf von Call-Optionen wird darauf verzichtet, während der Laufzeit der Option von Kursgewinnen des Basiswerts zu profitieren, die über die Summe aus Verkaufsprämie und Ausübungspreis hinausgehen. Jedoch bleibt das Verlustrisiko bestehen, wenn der Kurs des Basiswerts fällt. Darüber hinaus ist das Portfolio durch die Overwriting-Strategie unter Umständen nicht vollständig gegen einen rückläufigen Marktwert abgesichert. Der Verkauf ungedeckter Optionen ist mit besonderen Risiken verbunden, die zu erheblichen Verlusten führen können.

INDEX-INFORMATIONEN

Der MSCI World Index ist ein um den Streubesitz bereinigter und nach Marktkapitalisierung gewichteter Index, der die Aktienmarktperformance der Industrieländer weltweit misst. Der Begriff „Streubesitz“ bezieht sich auf den Anteil der im Umlauf befindlichen Aktien, von dem angenommen wird, dass er Anlegern zum Kauf an den Aktienmärkten zur Verfügung steht. Die Performance des Index ist in US-Dollar angegeben, wobei von einer Wiederanlage der Nettodividenden ausgegangen wird. Der Index wird nicht verwaltet und berücksichtigt weder Aufwendungen noch Gebühren oder Ausgabeaufschläge. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren.

DEFINITIONEN

Der Gewinn je Aktie (EPS) ist der Teil des Unternehmensgewinns, der auf jeweils eine umlaufende Stammaktie entfällt. Der Gewinn je Aktie dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der monetäre Wert aller Fertigerzeugnisse und Dienstleistungen, die innerhalb der Grenzen eines Landes in einem bestimmten Zeitraum produziert wurden. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) entspricht dem Kurs einer Aktie dividiert durch den in den letzten zwölf Monaten verzeichneten Gewinn je Aktie. Mit dem KGV haben die Investoren eine Vorstellung, wie viel sie für die Ertragskraft eines Unternehmens bezahlen. Je höher das KGV ist, desto mehr zahlen die Anleger und eine desto höhere Ertragskraft erwarten sie.

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