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Sustainable Investing
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November 30, 2019
Einwegplastik im Basiskonsumgüter-Sektor
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Einwegplastik im Basiskonsumgüter-Sektor

Einwegplastik im Basiskonsumgüter-Sektor

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November 30, 2019

 
 

Der ESG-Ansatz (Umwelt, Soziales & Governance) unseres Teams konzentriert sich auf die wesentlichen Risiken und Chancen, die die Fundamentaldaten von Unternehmen und/oder die Nachhaltigkeit der Kapitalrenditen gefährden oder steigern könnten. Da das Thema Umweltverschmutzung durch Kunststoffmüll andere Themen im Bewusstsein der Öffentlichkeit überholt hat, stellt sich folgende Frage: Wie lösen Unternehmen aus dem Sektor der schnelllebigen Konsumgüter (Fast Moving Consumer Goods, FMCG) dieses Problem entlang ihrer Wertschöpfungskette? Welche potenziellen Auswirkungen ergeben sich daraus für ihre Betriebskosten und Gewinne? Wie bereiten sich die Unternehmen auf künftig strengere Vorschriften vor? Welche Unternehmen sehen darin eine Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben? Wir haben untersucht, welche Maßnahmen einige der größten Basiskonsumgüter-Unternehmen ergreifen, um das Problem anzugehen, und mit den in unseren Portfolios vertretenen Unternehmen aus diesem Sektor zusammengearbeitet, um noch mehr in Erfahrung zu bringen.

 
 

Für Unternehmen aus dem Sektor Basiskonsumgüter ist Kunststoffmüll eines der wichtigsten Themen in Sachen Umweltschutz.Wir haben die in unseren Portfolios vertretenen Unternehmen genauer untersucht, um die potenziellen Folgen im Hinblick auf Gewinne, Wachstum und Markenwert abzuschätzen.Wir glauben nicht, dass das Problem derzeit für FMCG-Unternehmen – die Einwegplastik am meisten einsetzen – ein wesentliches Risiko darstellt. Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern. Ferner sind wir der Meinung, dass Unternehmen, die ihren Kunststoffverbrauch eindämmen, nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, sondern sich auch Chancen eröffnen, um sich von ihren Konkurrenten abzuheben.

Im April 2019 rief Morgan Stanley seine Plastic Waste Resolution ins Leben. Das Unternehmen verpflichtete sich dazu, die Vermeidung, Reduzierung und Entsorgung von 50 Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen aus Flüssen, Ozeanen, Landschaften und Mülldeponien bis 2030 zu unterstützen. https://www.morganstanley.com/Themes/ plastic-pollution-resolution

Das Problem: Die derzeit verfügbare Infrastruktur in der Abfallwirtschaft zur Entsorgung von Kunststoffabfällen ist unzureichend

Die Welt ertrinkt im Plastikmüll.In den vergangenen fünfzig Jahren ist der Einsatz von Kunststoffverpackungen exponentiell gestiegen. Aktuellen Trends zufolge wird es bis 2050 mehr Kunststoff im Meer geben als Fische.1 Rund die Hälfte des gesamten Kunststoffs wird für Verpackungen im Bereich Konsumgüter verwendet (Abbildung 1). Hierbei handelt es sich größtenteils um Einwegverpackungen.2 Aus wirtschaftlichen und technischen Gründen wird davon derzeit nur ein sehr geringer Anteil recycelt.

Weltweit werden nur etwa 10% des anfallenden Kunststoffmülls3 wiederverwertet. Die derzeitigen Recycling-Technologien sind im Vergleich zu neuem Kunststoff teuer, bedingt durch hohe Sammel- und Sortierkosten. Sie dürften somit kaum die erforderlichen Investitionen für weitere Kapazitäten anziehen, solange keine weiteren gesetzlichen oder wirtschaftlichen Anreize geschaffen werden.Verschärft wird das Problem durch die Kontamination von gebrauchten Kunststoffverpackungen und die vielen verschiedenen Kunststoffarten (PET, HDPE, LDPE, PP, PS usw.),4 was zu Ausstoß in der weiteren Verarbeitung führt – rund ein Drittel des gesammelten Materials lässt sich nicht mehr recyceln (Abbildung 2). Darüber hinaus trennen die Verbraucher die Kunststoffe nicht sachgerecht, wodurch sich die Sammelquote verringert. Außerdem lassen sich die verschiedenen Kunststoffe unterschiedlich gut wiederverwerten. Getränkeflaschen aus PET können am besten recycelt werden, was für Getränkehersteller positiv ist. Viele andere Kunststoffe lassen sich jedoch mit dem heutigen technologischen Stand nicht wirtschaftlich sinnvoll recyceln. Dazu zählen Einzeldosisbeutel für Shampoos und andere Flüssigkeiten, wie sie etwa in den Schwellenländern beliebt sind.

 
 
 
ABB. 1 : Gesamte Kunststoffproduktion
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Verwendung von Kunststoff
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Quelle: „Production, use and fate of all plastics ever made“ von Geyer, Jambeck & Law.Juli 2017

 
 

Weltweit werden derzeit in etwa nur 10% des anfallenden Kunststoffmülls tatsächlich wiederverwertet.

 
 
 
ABB. 2 : Beinahe 86% des Kunststoffmülls werden auf Mülldeponien entsorgt oder entweichen in die Umwelt
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Quelle: Weltwirtschaftsforum über das UN-Umweltprogramm, 2015.

 
 

Leider stellen in den meisten Fällen die Regierungen keine ausreichende Recycling-Infrastruktur zur Verfügung, auch nicht in den Industrieländern.In vielen Ländern gibt es häufig gar keine Infrastruktur für die Abfallwirtschaft, ganz zu schweigen vom Recycling. Plastik im Meer macht in etwa 5% des weltweiten Kunststoffabfalls aus, und zehn Flüsse – zwei in Afrika und acht in Asien – transportieren 90% des Kunststoffs in unsere Ozeane. Theoretisch bestünde die beste Lösung für Kunststoff im Ozean darin, dass alle Regierungen in grundlegende Infrastrukturen für die Abfallsammlung investieren, um sie auf Marktführerniveau zu bringen. Leider wird das in absehbarer Zeit aber nicht zu erreichen sein.

Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft

Glas, Metall und Papier werden wesentlich häufiger recycelt als Kunststoff. Während vereinzelt ein Umdenken stattfindet, um diese Materialien wieder verstärkt zu nutzen, können wir uns von Kunststoff auch künftig nicht ganz verabschieden. Kunststoff weist das beste Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit und die besten Eigenschaften zur Aufbewahrung von Lebensmitteln auf. Glas ist dagegen sehr schwer, was zu höheren Transportemissionen führt, und sowohl Neuglas als auch Aluminium benötigen für ihre Herstellung wesentlich mehr Energie.Papier weist unterdessen nicht die notwendigen Barriereeigenschaften auf, um Lebensmittel lange frisch zu halten. Weltweit wird bereits ein Drittel der Lebensmittel verschwendet. Ohne Kunststoff wäre es noch mehr.

Da sich Kunststoff nicht eliminieren lässt, besteht eine wesentliche Lösung darin, ihn in einem „Kreislauf“ zu halten, d.h. wesentlich mehr davon wiederzuverwenden und wiederzuverwerten. Damit müsste sich jedoch unter Einbeziehung nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Regierungen und Verbraucher, die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette ändern. Es gibt nicht die eine Lösung schlechthin. Vielmehr bedarf es der Umsetzung verschiedener Lösungen, und zwar gleichzeitig, um dem Anstieg von Kunststoffabfall auch nur ansatzweise entgegenzuwirken. Neue Auflagen werden eine wesentliche Rolle spielen. Zunächst widmen wir uns aber einigen praktischen und technischen Lösungen, aufgelistet nach ihren potenziellen Auswirkungen in absehbarer Zukunft.

 

DAS KONZEPT DER KREISLAUFWIRTSCHAFT

„Die lineare Wirtschaft hat ausgedient.Wir müssen sämtliche Elemente des Systems der Wegwerfgesellschaft tiefgreifend verändern, d.h. hinterfragen, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen, wie wir Produkte herstellen und nutzen, und was wir mit den danach verbleibenden Materialien machen. Nur dann können wir eine florierende Wirtschaft schaffen, an der jeder innerhalb der Grenzen unseres Planeten teilhaben kann.“

– The Ellen MacArthur Foundation

 
 

Da sich Kunststoff nicht eliminieren lässt, besteht eine wesentliche Lösung darin, ihn in einem „Kreislauf“ zu halten, d.h. wesentlich mehr davon wiederzuverwenden und wiederzuverwerten.

 
 

I. MEHR RECYCELTE INHALTSSTOFFE IN KONSUMGÜTERVERPACKUNGEN

Die meisten FMCG-Unternehmen haben sich mittlerweile dazu verpflichtet, 25 bis 50% ihres gesamten Kunststoffbedarfs bis 2025–2030 mit recyceltem Kunststoff abzudecken. Die Unterzeichner des Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation, eine der größten Initiativen zur Vermeidung von Kunststoffabfall, machen rund 20% des weltweiten Volumens an Kunststoffverpackung aus. Das Versprechen der Unterzeichner, ihren recycelten Anteil zu erhöhen, entspricht einer zusätzlichen Nachfrage nach 5 Millionen Tonnen an recyceltem Kunststoff. Das ist mehr, als der aktuelle Markt für recycelten Kunststoff hergibt, dessen Volumen auf derzeit rund 3,5 Millionen Tonnen jährlich geschätzt wird. Sollten diese Ziele eingehalten werden, dürften dadurch die Investitionen in die Infrastruktur zur Sammlung und Wiederverwertung von Kunststoff steigen. Diese Zahlen verblassen jedoch in Anbetracht des Gesamtvolumens an weltweit eingesetzter Kunststoffverpackung, das auf rund 140 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt wird. Bei dem Abfüllsystem von Coca- Cola handelt es sich beispielsweise um den mit Abstand größten Nutzer von Kunststoffverpackung im FMCG-Sektor. Das Unternehmen macht aber nur 2% des weltweiten Gesamtvolumens aus. Natürlich erwarten wir uns von den größeren Unternehmen eine Art Vorreiterrolle. Aber auch kleinere Hersteller werden sich dieser Initiative anschließen müssen, damit die Gesamtmenge der in die Umwelt entweichenden Kunststoffabfälle deutlich verringert werden kann.

II. BESSERE VERPACKUNGSGESTALTUNG: MIT WENIGER KUNSTSTOFFSORTEN, WENIGER GEWICHT UND ERHÖHTER WIEDERVERWERTBARKEIT

Im Rahmen des Global Commitment haben sich die meisten FMCG-Unterzeichner außerdem dazu verpflichtet, dass 100% ihrer Verpackungen bis 2025 wiederverwertbar, wiederverwendbar und kompostierbar sind. Derzeit sind rund 70–80% der Verpackung eines typischen großen und globalen Basiskonsumgüter-Unternehmens bereits recyclebar. Dieses Ziel ist somit realistisch. Eine Möglichkeit besteht darin, schwieriger zu recycelnde Kunststoffe wie Polystyrol und Polypropylen durch weithin wiederverwertete Kunststoffe, wie z.B. PET, zu ersetzen. Die Plastikflaschen von Coca-Cola sind schon jetzt zu 100% recyclebar, und Reckitt Benckiser war das erste Unternehmen, das vollständig wiederverwertbare Flaschensprühköpfe konzipierte.

Darüber hinaus arbeiten bereits viele Unternehmen daran, das Gewicht ihrer Verpackungen pro Produkteinheit zu reduzieren. Diese Bemühungen dürften unseres Erachtens auch künftig fortgesetzt werden. L’Oréal hat bereits gute Fortschritte erzielt. Das Unternehmen bietet die leichtesten Flaschen am Markt. Unilever hat unterdessen das Gewicht seiner Verpackungen pro Verbraucheranwendung seit 2010 um 13% reduziert.

 

Die meisten FMCG-Unterzeichner haben sich dazu verpflichtet, 100% ihrer Verpackungen bis 2025 wiederverwertbar, wiederverwendbar und kompostierbar zu machen.

 

Es gibt noch weitere radikale Ideen, um Alltagsprodukte zu überarbeiten. Die altbekannten Seifenstücke und Shampoo-Seifen sowie Pulverwaschmittel benötigen weniger oder gar keine Kunststoffverpackung. Außerdem sind sie leichter als konventionell verpackte Produkte. Allerdings ist unklar, ob diese Produkte künftig von den Verbrauchern auch en masse akzeptiert werden. Darüber hinaus ist der Umweltvorteil von Pulver gegenüber Flüssigkeiten umstritten.

III. MEHRWEGVERPACKUNGEN

Verschiedene Länder haben effektive Mehrweg- bzw. Pfandsysteme für Getränkeflaschen eingeführt. In Deutschland gibt es beispielsweise seit Jahren ein Pfandflaschensystem, und Coca-Cola bietet in einigen lateinamerikanischen Märkten wiederauffüllbare Flaschen. Diese Lösungen erstrecken sich auf einen geringen prozentualen Anteil des gesamten Verpackungsvolumens in der Getränkebranche, dürften sich aber künftig immer stärker durchsetzen. Auch wenn es kostspieliger sein mag, mehr Mehrwegsysteme in der Verpackungsinfrastruktur, etwa durch Retourenlogistik, aufzubauen und zu betreiben, würden Unternehmen die Kosten für Behälter sparen, die dabei mehrfach und nicht nur einmal verwendet werden könnten. Solche Systeme werden häufig zusammen mit den Pfandsystemen genutzt, die nachstehend erörtert werden.

Nicht nur Getränkehersteller versuchen sich an Mehrweglösungen. Das jüngste schlagzeilenträchtige Pilotprojekt ist Loop von TerraCycle in Partnerschaft mit einigen großen FMCG-Unternehmen. Bei diesem Projekt bestellen die Verbraucher online Mehrwegversionen verschiedener Marken und geben bei der Auslieferung die leeren Verpackungen aus der vorherigen Bestellung wieder an den Zusteller zurück, um so ihr Pfand auf die Verpackung zurückzuerhalten.

Eine weitere Option besteht darin, in Läden Nachfüllbehälter einzurichten. Diese Lösung wird sich unserer Meinung nach jedoch bei den Verbrauchern und Einzelhändlern nur sehr langsam durchsetzen. Einzelhändler müssten hierfür mehr Platz und zusätzliche Ressourcen bereitstellen, und die Verbraucher könnten diese Lösung als Unannehmlichkeit wahrnehmen. Darüber hinaus muss eventuell die Verpackung standardisiert werden, wodurch sich der Markenerkennungswert verringern würde. Abgesehen davon sind viele Arten von Weichkunststoffverpackungen ganz einfach nicht wiederverwendbar.

 

Neue chemische Recycling-Technologien versprechen indes grundsätzlich eine radikal verbesserte Effizienz.

 

IV. CHEMISCHES RECYCLING

Die derzeitigen Recycling-Methoden sind im Grunde genommen mechanisch: Der gesammelte Müll wird nach Kunststoffarten getrennt, gesäubert, zerkleinert und zu Pellets eingeschmolzen, die dann bei der Herstellung von neuen Verpackungen wiederverwendet werden. In Bezug auf die aufwendige Sortierung und Reinigung sowie die Kontamination und auf Prozessverluste sind ebenfalls weitere Verbesserungen möglich. So haben unlängst mehrere Unternehmen eine Lösung zur Sortierung schwarzer Kunststoffflaschen angekündigt, die zuvor von den Infrarotscannern in Sortieranlagen nicht erkannt wurden.

Aufkommende chemische Recycling- Technologien versprechen indes grundsätzlich eine radikal verbesserte Effizienz. Sie verwenden entweder eine chemische Reaktion, um unverschmutztes Material aus unsortierten kontaminierten Kunststoffabfällen zu extrahieren, oder sie setzen hohe Temperaturen ein (Pyrolyse), um den Kunststoff in einer Endlosschleife wieder in das ursprüngliche Ausgangsmaterial (Öl und Gas) zurückzuverwandeln. Einige Unternehmen sind bemüht, diese Technologien zu kommerzialisieren, insbesondere Loop Industries. Das Unternehmen hat mit verschiedenen führenden FMCG-Unternehmen, darunter Procter & Gamble, Reckitt Benckiser, Nestlé und Clorox Übernahmevereinbarungen für die gesamte Produktion in seiner Pilotfabrik abgeschlossen. Ein weiteres Beispiel ist Ioniqa, das mit Unilever und Coca- Cola zusammenarbeitet. Investitionen in diese Art von Technologie sind zwar vielversprechend. Allerdings dürfte es relativ lange dauern, bis im chemischen Recycling Skaleneffekte erreicht werden können.

V. BIOKUNSTSTOFFE UND SONSTIGE NEUARTIGE WERKSTOFFE

Unserer Meinung nach sind Biokunststoffe (die sowohl biologisch abbaubare als auch pflanzenbasierte Kunststoffe umfassen) zwar innovativ, allerdings dürften sie so schnell nicht in großem Stil eingesetzt werden. Derzeit machen sie weniger als 1% des Marktes aus, da sie Preisaufschläge und technische Einschränkungen im Gebrauch aufweisen. Biologisch abbaubare Kunststoffe müssen separat gesammelt werden, um für einen nicht kontaminierten Recycling-Ablauf zu sorgen. Dies erfordert Investitionen in zusätzliche Infrastruktur. Die derzeit verfügbaren Biokunststoffe müssen an eine industrielle Kompostieranlage geschickt werden, da sie im Meer/Boden nicht auf natürliche Weise abgebaut werden können.

Es gibt bereits einige Diskussionen über hundertprozentig biologisch abbaubare Kunststoffe (und Alternativen wie Materialien auf Meeresalgen- oder Hanfbasis). Dabei handelt es sich aber um ganz neue, noch in den Kinderschuhen steckende Ideen, die erst nach langer Zeit von Skaleneffekten profitieren würden, selbst wenn sie sich als technisch und wirtschaftlich machbar erweisen sollten. Ein weiterer offensichtlicher Nachteil von Biokunststoffen ist, dass das Material im Prozess verloren geht (es sei denn, es wird in Biogas umgewandelt), während recycelter Kunststoff einen kommerziellen Wert hat.

 
 

Die Vorschriften zu Kunststoffen werden insbesondere in Europa immer strenger.

 
 

Strengere Vorschriften stehen an

Wir glauben, dass Vorschriften eine entscheidende Rolle bei der Schaffung wirtschaftlicher Anreize für den Kreislaufkunststoff spielen werden, da sie neue technologische Lösungen fördern und Veränderungen im Verbraucher- und Unternehmensverhalten unterstützen. Die Vorschriften zu Kunststoffen werden insbesondere in Europa immer strenger. 

Diese Vorschriften lassen sich in drei breit gefasste Kategorien unterteilen:

I. VORSCHRIFTEN FÜR EINEN STÄRKEREN EINSATZ VON RECYCELTEM MATERIAL

Beispiele hierfür sind eine Besteuerung von neuem Kunststoff (in Großbritannien wurde eine solche Steuer für 2022 angekündigt) und vorgeschriebene Mindestanteile an recycelten Stoffen. Bei Letzterem hat die Europäische Union (EU) unlängst ein Ziel eingeführt, dem zufolge in PET-Flaschen 25% recycelter Kunststoff ab 2025 und 30% in alle Kunststoffflaschen ab 2030 zu integrieren ist.

 
 
 
ABB. 3 : Unterzeichner des New Plastics Economy Global Commitment: Basiskonsumgüter-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Mrd. USD
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II. VORSCHRIFTEN FÜR HÖHERE SAMMELQUOTEN VON VERPACKUNGSABFÄLLEN

Die zweite Kategorie beinhaltet die Einführung oder Erhöhung von Gebühren für eine „erweiterte Herstellerverantwortung“ (Extended Producer Responsibility, EPR), mit denen Hersteller dazu angehalten werden, sich stärker an den Nettokosten zu beteiligen, die für die Entsorgung aller ihrer Verpackungsabfälle sowie die Rückgabe von Pfandflaschen anfallen. Diese Maßnahmen verbessern die relative Wirtschaftlichkeit des Recyclings und fördern die Sammelquote.

Deutschland hat diesbezüglich das strengste System: Hier müssen die Hersteller 100% der Abfallwirtschaftskosten im Zusammenhang mit Verpackungsmüll übernehmen. Es könnte für andere Länder als Vorlage dienen.

 
 

Plastiktüten sind offiziell bereits in 25 afrikanischen Ländern verboten. Ferner wurden sie bereits in vielen EU-Ländern verboten und mit Steuern belegt.

 
 

Unterdessen besteht bereits in einigen Ländern ein Pfand-und Rücknahmesystem, und Großbritannien befindet sich derzeit in der Konsultationsphase zu dessen Einführung. Die EU hat sich bis 2029 ein Sammelziel von 90% für Kunststoffflaschen gesetzt, und das Pfandsystem gilt als Hauptinstrument zur Erhöhung der Sammelquoten. Norwegen hat dank seines Systems bereits eine Sammelquote von 95% der PET-Flaschen, was Tomra zugutekommt, dem weltweit führenden Hersteller von Rücknahmeautomaten für Verbraucher.

III. VERBOT BESTIMMTER KUNSTSTOFFARTEN

Aber auch Verbote für den Einsatz von Kunststoff nehmen zu. So wurden beispielsweise Plastiktüten bereits in vielen EU-Ländern verboten und mit Steuern belegt. Offiziell sind sie bereits in 25 afrikanischen Ländern verboten. Allerdings ist es auch wichtig, zwischen Kunststoffen, die leicht verboten werden können, und solchen zu differenzieren, die sich nicht so ohne Weiteres verbieten lassen. Bis dato konzentrieren sich die Verbote auf Kunststoffe, für die bereits nachhaltigere Alternativen existieren. Dies betrifft Einkaufstüten, Wegwerfbesteck und Wegwerfgeschirr sowie Strohhalme. Direkte Auswirkungen für FMCG-Hersteller ergeben sich daraus nicht. Ein Verbot von Kunststoff für Primärproduktverpackungen in den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Haushalt und Körperpflege ist aufgrund fehlender geeigneter Alternativen und aufgrund von Sicherheitsbedenken viel unwahrscheinlicher.

 
 

Die meisten der Basiskonsumgüter- Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, nehmen das Thema inzwischen ernst.

 
 

Zusammenarbeit mit FMCG-Portfoliounternehmen: Erwartete Auswirkungen der Verlagerung hin zu Kreislaufkunststoff auf Strategien und Finanzen

Klar ist, dass die meisten Unternehmen aus dem Sektor Basiskonsumgüter, mit denen wir zusammenarbeiten, das Thema allmählich ernst nehmen. Viele haben sich wesentlich ehrgeizigere Ziele für die Verwendung von recycelten Inhalten und die Recyclingfähigkeit an sich gesetzt als vergleichsweise kleinere Unternehmen. Dies dürfte ihnen helfen, sich auf die bevorstehenden neuen Vorschriften vorzubereiten und Reputationsrisiken zu mindern, während das Bewusstsein der Verbraucher für das Kunststoffproblem weiter zunimmt.

AUSWIRKUNGEN AUF FINANZEN

Unseres Erachtens sind die Auswirkungen auf die Betriebskosten von Basiskonsumgüter-Unternehmen auf absehbare Zeit begrenzt. Obschon Unternehmen im Allgemeinen keine Angaben darüber machen, wie viel sie aktuell für Kunststoffverpackungen ausgeben, und sie dem Kunststoffproblem in unterschiedlich hohem Maße ausgesetzt sind, lassen sich durchaus Annahmen über das allgemeine Ausmaß der potenziellen Veränderungen treffen.

Wahrscheinlich ist, dass die Kosten für recycelte Kunststoffe mittelfristig steigen werden, da die wachsende Nachfrage seitens der FMCG-Unternehmen das Angebot übersteigt. Langfristig sollte jedoch genügend Kapazität in Betrieb gehen, um die Preise wieder zu senken. Selbst unter der Annahme, dass sich recycelter Kunststoff gegenüber Neuplastik konstant zu einem Aufschlag von 50% verkaufen wird (was deutlich über den historischen Durchschnittswerten liegt), würden sich nach unseren Schätzungen die theoretischen Auswirkungen für ein typisches FMCG-Unternehmen, das auf 50% an recycelten Inhaltsstoffen abzielt, auf lediglich rund 1% des Umsatzes beziffern.

Ebenso dürften die Nettokosten von höheren Gebühren für eine erweiterte Herstellerverantwortung und Pfandrücknahmesysteme als prozentualer Anteil am Umsatz im niedrigen einstelligen Bereich liegen, auch wenn sie sich weltweit ausbreiten sollten.

Zu bedenken ist dabei, dass Verbrauchermarken über eine beträchtliche Preismacht verfügen und in der Vergangenheit einen wesentlichen Anteil ihrer Faktorkosten an die Kunden weitergeben konnten. Wir glauben, dass dies auch beim Thema Plastik der Fall sein wird. Ähnlich wie bei der Inflation anderer Rohmaterialien wäre jedes Unternehmen von höheren Kosten aufgrund strengerer Auflagen in einem bestimmten Land mehr oder weniger gleich betroffen und würde wohl versuchen, den Kostenanstieg einfach auf die Kunden abzuwälzen. Angesichts der geringen Preiselastizität bei Basiskonsumgütern glauben wir, dass die Auswirkungen von branchenweiten Preiserhöhungen auf den Absatz begrenzt wären.

 
 

Manche Markenunternehmen nutzen bereits nachhaltigen Kunststoff als Vermarktungsinstrument.

 
 

AUSWIRKUNGEN AUF MARKEN

Ein weiteres potenzielles Problem sind die Auswirkungen von Kunststoff auf den Markenwert. Werden sich die Verbraucher von Marken abwenden, die ihrer Meinung nach das Problem ignorieren?Dies mag langfristig durchaus der Fall sein, und Unternehmen sollten sich dem Thema auf proaktive Weise widmen. Allerdings gibt es vorerst noch keine Anzeichen dafür. Wie bei vielen anderen Umwelt- und Gesellschaftsproblemen geben die meisten Verbraucher in Umfragen zwar an, dass sie sich über das Kunststoffproblem Sorgen machen. In der Praxis hat dies aber bislang ihre Markenauswahl nicht in dem gleichen Maß beeinflusst, wie die Markenwahrnehmung an sich, der Preis oder die Funktionalität.

Ungeachtet dessen können wir mittlerweile beobachten, wie Markenunternehmen den Einsatz von nachhaltigem Kunststoff als Vermarktungsinstrument nutzen. Einige Unternehmen haben bestimmte Marken in zu 100% recycelter Verpackung auf den Markt gebracht und werben hierfür auf der Produktverpackung. Kleininitiativen wie Ocean Plastic oder Social Plastic nutzen Kunststoff, der von kleinen Recycling-Unternehmen in den Schwellenländern gesammelt oder aus dem Meer gefischt und von den Stränden aufgesammelt wird. Die Vermutung liegt nahe, dass solche Initiativen in Zukunft immer beliebter werden.

Fazit

Unseres Erachtens lässt sich das Vermögen der Anleger auf lange Sicht am besten mit einem konstanten Wertzuwachs steigern, indem in erstklassige Unternehmen mit nachhaltig hohen Renditen auf das Betriebskapital investiert wird. Wesentliche ökologische und soziale Risiken für die Nachhaltigkeit dieser Renditen spielen eine immer wichtigere Rolle, und FMCG-Unternehmen können es sich mittlerweile ganz einfach nicht mehr leisten, das schlagzeilenträchtige Kunststoffproblem zu ignorieren. Durch eine aktive Integration von ESG in unseren Anlageprozess und unsere direkte Zusammenarbeit mit Unternehmensleitungen konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus dem Kunststoffproblem für die von uns gehaltenen Unternehmen ergeben. Während der Kunststoffmüll für den Planeten eine große Herausforderung bleibt, scheint er für die in unseren Portfolios vertretenen Unternehmen noch kein allzu großes Risiko darzustellen. Vielmehr ergibt sich für diejenigen Unternehmen, die bei einer Lösung hierfür eine Vorreiterrolle einnehmen, eine hervorragende Gelegenheit, sich von ihren Konkurrenten abzuheben.

 
Wesentliche Schlussfolgerungen

Plastik steht auf der Agenda der Unternehmen ganz oben. Die meisten großen FMCG-Unternehmen haben ihre Bemühungen, den Einsatz von Neukunststoff zu verringern, im Gegensatz zum übrigen Sektor dramatisch gesteigert.

Demnächst stehen diesbezüglich weitere Vorschriften an, einschließlich der Besteuerung und Beschränkung des Einsatzes von Neukunststoff. Neben einer steigenden Nachfrage nach recyceltem Kunststoff könnte es in den kommenden Jahren deswegen vorübergehend zu einem Anstieg der Gesamtkosten für Kunststoffverpackungen kommen.

Allerdings dürfte der Mehraufwand unter dem Strich für die Unternehmen eher unwesentlich sein. Wir schätzen diese Kosten auf niedrige einstellige Prozentsätze des Umsatzes.Die Preismacht der Unternehmen und die geringe Preiselastizität von Basiskonsumgütern dürften dabei helfen, etwaige Kostenanstiege an die Verbraucher weiterzugeben.

Technologische Lösungen allein werden kein Allheilmittel bieten können. Vielmehr muss sich die gesamte Wertschöpfungskette weiterentwickeln, damit Kunststoff zu einem „Kreislaufprodukt“ wird.

Letztlich könnten sich die Verbraucher von Marken abkehren, die Neukunststoffe verwenden. Derzeit gibt es aber noch keine Hinweise darauf, dass dies im großen Stil geschieht.Wenn es soweit ist, könnten nachhaltige Verpackungen zu einem sehr effektiven Instrument der Markendifferenzierung für diejenigen Unternehmen werden, die als erste den Umstieg schaffen.

 
 

1 Ellen MacArthur Foundation, Weltwirtschaftsforum und Ellen MacArthur Foundation, mit analytischer Unterstützung seitens McKinsey & Company, Januar 2016.

2 ebd.

3 Weltwirtschaftsforum, 2016

4 Ar ten von Kunststoff umfassen: PET – Polyethylenterephthalat, Einsatz z.B. in Wasserflaschen, Dosierbehältern und Keksverpackungen; HDPE – Polyethylen hoher Dichte, etwa in Shampoo-und Milchflaschen; LDPE – Polyethylen niedriger Dichte z.B. für Frischhaltefolien; PP – Polypropylen etwa für Mikrowellengerichte, Flaschenverschlüsse; PS – Polystyrol oder Styropor z.B. für Besteck, Teller, Tassen.

 
 

RISIKOHINWEISE

Es besteht keine Garantie, dass ein Portfolio sein Anlageziel erreichen wird.Portfolios sind Marktrisiken ausgesetzt, d. h. es besteht die Möglichkeit, dass der Marktwert der Wertpapiere im Portfolio zurückgeht.Anleger können deshalb durch die Anlage in diese Strategie Verluste verzeichnen.Anleger sollten beachten, dass diese Strategie bestimmten zusätzlichen Risiken ausgesetzt sein kann.Veränderungen der globalen Konjunktur, der Verbraucherausgaben, des Wettbewerbs, der demografischen Entwicklung, der Verbrauchernachfrage, der gesetzlichen Regelungen und der Wirtschaftsbedingungen können sich negativ auf global operierende Unternehmen auswirken und das Portfolio stärker belasten als bei einer Investition des Portfolios in eine größere Vielfalt von Unternehmen.Aktienkurse reagieren im Allgemeinen auch auf unternehmensspezifische Aktivitäten.Anlagen an ausländischen Märkten sind mit besonderen Risiken verbunden. Dazu zählen politische und wirtschaftliche Risiken sowie Währungs- und Marktrisiken.Die Aktien kleiner Unternehmen weisen besondere Risiken wie begrenzte Produktlinien, Märkte und Finanzressourcen auf. Darüber hinaus sind sie einer stärkeren Marktvolatilität ausgesetzt als die Wertpapiere größerer, etablierter Unternehmen.Die Risiken einer Anlage in Schwellenländern übersteigen jene Risiken, die mit Investitionen in ausländischen Industrieländern einhergehen. Nicht diversifizierte Portfolios investieren oftmals in eine beschränkte Anzahl von Emittenten.Aus diesem Grund können Veränderungen der finanziellen Situation und des Marktwerts einzelner Emittenten zu einer höheren Volatilität führen.Overwriting-Strategie.Der Verkauf von Call-Optionen ist mit dem Risiko verbunden, dass bei Ausübung der Basiswert zu einem ungünstigen Kurs oder unter dem Marktpreis verkauft werden muss oder entsprechende Barmittel  aufzuwenden sind.Durch den Verkauf von Call-Optionen wird darauf verzichtet, während der Laufzeit der Option von Kursgewinnen des Basiswerts zu profitieren, die über die Summe aus Verkaufsprämie und Ausübungspreis hinausgehen. Jedoch bleibt das Verlustrisiko bestehen, wenn der Kurs des Basiswerts fällt.Darüber hinaus ist das Portfolio durch die Overwriting-Strategie unter Umständen nicht vollständig gegen einen rückläufigen Marktwert abgesichert.Der Verkauf ungedeckter Optionen ist mit besonderen Risiken verbunden, die zu erheblichen Verlusten im Portfolio führen können.

 
vladimir.demine
Head of ESG Research
International Equity Team
 
nic.sochovsky
Managing Director
International Equity Team
 
 

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Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Anlagestrategie unter allen Marktbedingungen funktioniert. Anleger sollten ihre Fähigkeit zu langfristigen Investitionen beurteilen, insbesondere in Zeiten eines Marktabschwungs.Anleger sollten vor einer Anlage das entsprechende Angebotsdokument der Strategie/des Produkts lesen.Die Strategie wird in jedem der Anlageinstrumente unterschiedlich ausgeführt.

Ein gesondert verwaltetes Konto eignet sich unter Umständen nicht für jeden Anleger.Konten, die gemäß der Strategie gesondert verwaltet werden, enthalten eine Reihe von Wertpapieren und bilden nicht notwendigerweise die Wertentwicklung eines Index ab.Anlegern wird geraten, die Anlageziele, Risiken und Gebühren der Strategie sorgfältig abzuwägen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen.

Bei diesem Material handelt es sich um eine allgemeine Mitteilung, die nicht neutral ist. Es wurde ausschließlich zu Informations- und Aufklärungszwecken erstellt und stellt kein Angebot bzw. keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Wertpapiers oder zur Verfolgung einer bestimmten Anlagestrategie dar.Die hierin enthaltenen Informationen wurden nicht auf der Grundlage der individuellen Situation eines einzelnen Anlegers erstellt und stellen keine Anlageberatung dar. Sie dürfen nicht als Steuer-, Buchführungs-, Rechts- oder aufsichtsrechtliche Beratung interpretiert werden.Zu diesem Zweck sollten Anleger vor Anlageentscheidungen eine unabhängige Rechts- und Finanzberatung in Anspruch nehmen, die auch eine Beratung in Bezug auf steuerliche Folgen umfasst.

Falls nicht anders angegeben, sind die hier zum Ausdruck gebrachten Meinungen und Einschätzungen die des Portfoliomanagementteams. Sie beziehen sich auf keinen Zeitpunkt in der Zukunft, sondern basieren auf der zum Zeitpunkt der Abfassung des Dokuments bestehenden Situation und werden nicht aktualisiert oder auf andere Weise berichtigt, um Informationen zu berücksichtigen, die nach dem Erstellungsdatum verfügbar werden, oder Umstände oder Änderungen einzubeziehen, die im Nachhinein auftreten.

Prognosen und/oder Schätzungen können geändert werden und müssen nicht zwingend eintreten.Informationen zu erwarteten Marktrenditen und Marktaussichten basieren auf dem Research, den Analysen und den Meinungen der Autoren.Alle Schlussfolgerungen sind spekulativer Natur, müssen sich nicht zwingend bestätigen und verfolgen nicht die Absicht, zukünftige Entwicklungen bestimmter Produkte von Morgan Stanley Investment Management vorherzusagen.

MSIM hat Finanzintermediären die Nutzung und Verteilung dieses Dokuments nicht genehmigt, es sei denn, eine solche Nutzung und Verteilung erfolgt im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften.Zudem sind Finanzintermediäre verpflichtet, sich zu vergewissern, dass die in diesem Dokument enthaltenen Informationen unter Berücksichtigung der Situation und Intention der jeweiligen Empfänger dieses Dokuments für diese geeignet sind.

MSIM haftet nicht für die Verwendung oder den Missbrauch dieses Dokuments durch solche Finanzintermediäre und übernimmt keine diesbezügliche Haftung.

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